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Zusammenfassung

Mit der Durchdringung aller Lebensbereiche durch das Internet ist die Datensammlung rasant angestiegen. Das „Bezahlen mit Daten“ ist ein Geschäftsmodell geworden, das sich oft haarscharf an den Grenzen des Datenschutzes bewegt. Ziel dieser rasanten Entwicklung ist es, die Wünsche, Bedürfnisse und Gründe für die Aktivitäten meiner Kunden frühzeitig zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Es ist nicht immer klar, ob der Aufwand, der hier hineingesteckt wird, auch die entsprechende Wertsteigerung erzielt. Sich überlagernde Einmaleffekte aus dem Einsatz bestimmter Daten in Ihren Aktivitäten und externe Einflüsse verwischen die Zusammenhänge. Für die Wertsteuerungsinstrumente ist es aber unerlässlich, mit einer sehr hohen Sorgfalt die richtigen Daten für Ihre Regelwerke auszuwählen und Aufwand in ein qualitativ hochwertiges Datenmanagement zu stecken.

Leseprobe

Für Ihr Deep Customer Value Verständnis spielen Daten heute schon eine große Rolle! Was wären Ihre Instrumente der Wertsteuerung ohne die Daten, die sie für deren Handhabung benötigen? Ihre Wertsteuerung sollte auf einem tiefen Verständnis Ihrer eigenen Produkte, der verschiedenen Verkaufssituationen, der handelnden Akteure, der Affinitäten Ihrer Kunden sowie der in diesem Zusammenhang involvierten Daten basieren. Für eine einwandfreie Funktion dieser Steuerung benötigen Sie zu jeder Zeit aktuelle, vollständige und relevante Daten. Dabei gilt: Je mehr Daten sie verwenden, umso mehr Komplexität müssen sie bewältigen. Es lohnt sich also, besonders sorgfältig zu sein. Sie müssen sich immer wieder die fachliche Frage stellen, ob sie wirklich die richtigen und relevanten Daten für Ihre Ziele nutzen. Das wird eine Daueraufgabe werden. Natürlich ist es unerlässlich dafür, zunächst Ihre eigenen Ziele möglichst genau zu kennen.

Die Diskussion um die richtigen Daten beginnt erfahrungsgemäß sehr früh bei der Beschäftigung mit der Wertsteuerung. Meist ist diese Diskussion unstrukturiert, unprofessionell und von allerhand Wunschdenken geprägt. Jeder hat sofort Ideen, welche Daten für eine Wertsteuerung unbedingt notwendig, zumindest aber äußerst interessant sind. Eine wirklich stichhaltige Begründung kann oft nicht geliefert werden, auch wenn sie überaus hilfreich wäre. Darauf müssen Sie sich vorbereiten.

Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung wächst die Menge und Art an verfügbaren Daten ständig und extrem schnell. Dabei kann man zunächst mit vielen dieser Daten in unserem Sinne relativ wenig anfangen. Das liegt oft daran, dass eine große Zahl dieser gesammelten Daten hochgradig flüchtig ist, nur punktuelle Zusammenhänge zeigt und aus diesem Grunde eventuell nicht genügend Relevanz hat. Versuchen Sie deswegen den Umgang mit Daten möglichst früh zu strukturieren. So stellen Sie sicher, dass die Diskussion nicht dem Zufall oder der Überzeugungskraft einzelner überlassen wird.

Stellen Sie sich möglichst viele Fragen:

  • Welche Daten kommen überhaupt in Frage und warum?
  • Wer besitzt diese Daten?
  • Können interessante Daten vollständig und aktuell bereitgestellt werden?
  • Dürfen Sie diese Daten in rechtlicher Hinsicht verarbeiten?
  • Für welche Instrumente der Steuerung eignen sich diese Daten?
  • Welchen inneren Zusammenhang mit der Steuerung vermuten Sie?
  • Wie und nach welchen Aspekten können Sie diese Daten kategorisieren?

An der Menge unterschiedlicher Daten wird es also nicht mangeln. …